Rückblick 2013

Fachtagung

Partizipation von Patienten an der regionalen psychiatrischen Versorgung
- Konsequenzen für Qualität, Ökonomie, Arbeit und Sozialraum

21. und 22. Februar 2013

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Die 5. Fachtagung Psychiatrie hatte die Partizipation von Patienten an der regionalen psychiatrischen Versorgung – Konsequenzen für Qualität, Ökonomie, Arbeit und Sozialraum zum Thema.
Angesichts der drohenden Ökonomisierung in der regionalen psychiatrischen Versorgung stellt die Partizipation von Patienten und der Einfluss von Patienten auf ihre eigene Situation ein wichtiges Korrektiv dar, um die Interessen der Patienten in den Fokus zu stellen.

Wir haben als Initiatoren auf dieser Fachtagung für die Gestaltung des Dialogs zur Partizipation von Patienten ein Vorgehen in drei Schritten – Orientierung / Vertiefung / Handlungsorientierung – gewählt:

Am Donnerstagvormittag ging es darum, allen Kongressteilnehmern eine Orientierung über grundsätzliche Fragestellungen zum Thema „Partizipation von Patienten“ zu geben. Am Nachmittag wurden einzelne Schwerpunkte vertieft und diskutiert:

Das Forum A griff das Thema „Qualität und Ökonomie“ auf mit der zentralen Fragestellung: Wann rentiert sich Partizipation?
Im Forum B wurde erörtert, wie Partizipation von Patienten die Arbeit in der regionalen psychiatrischen Versorgung verändert.
Das Forum C beschäftigte sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für die Realisierung von Partizipation in der regionalen psychiatrischen Versorgung.
Das Forum D hatte das Schwerpunktthema „Entgeltsystem im Spannungsfeld von Ökonomie und Psychiatrie“. Hier ging es darum, aktuelle Entwicklungen sowie deren mögliche (Aus-)Wirkungen zu beurteilen und auch die Schnittstelle zur Partizipation von Patienten zu diskutieren.

Am Freitagvormittag wurden vielfältige Partizipationsprojekte aus der Praxis u.a. zu den Themen Partizipation im Arbeitsleben, in Gremienarbeit, bei Beschwerden und Konflikten vorgestellt. Gleichzeitig gab es am Freitagvormittag zwei weitere Schwerpunkte:

Zum einen das Arbeitnehmerforum, in dem die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen Fragestellungen aus der Sicht von Beschäftigten auch im Dialog mit Vertretern des Managements diskutieren konnten.
Zum anderen einen Workshop „Modellprojekte nach dem neuen Entgeltgesetz § 64 b SGB V“. Dieses Thema ist insbesondere deswegen interessant, da sich hier mögliche Alternativen zum umstrittenen neuen Entgeltsystem entwickeln lassen. Wie dies strategisch benutzt werden kann, war ein Schwerpunkt der Diskussion in diesem Workshop.

Wir hoffen, dass alle Beteiligten konkrete Anregungen für Ihre praktische Arbeit in der regionalen psychiatrischen Versorgung mitnehmen konnten.

Die Initiatoren bedanken sich für die erfolgreiche Tagung

Paul Bomke Peter Brückner-Bozetti Wolfgang Faulbaum-Decke
Enriquetta Fobbe Nils Greve Dr. med. Dieter Grupp
Dr. med. Martin Heinze Michael Krömker Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg
Prof. Dr. Michael Lingenfelder Dr. med. Ingrid Munk Hilde Schädle-Deininger
Simone Schweizer Herbert Weisbrod-Frey  

 



Tagungsbeiträge 2013
Beitraege
Beiträge 1. Tag: 21. Februar 2013
 

Tagungsleitung: Sabine Baldauf, Geschäftsführerin BAB Institut, Bremen; Dr. Oliver Kannapin, Geschäftsführer teamarchitekten.com, Oldenburg

Partizipation von Patienten an der regionalen psychiatrischen Versorgung - Konsequenzen für Qualität, Ökonomie, Arbeit und Sozialraum - Eine Bewertung durch die Politik
(Dr. Joachim Kohler, Sozialministerium Baden-Württemberg)

Selbstbestimmung und sozialräumliche Versorgung psychisch kranker Menschen im Licht von UN-Behindertenrechtskonvention und SGB IX
(Dr. Harry Fuchs, Rehabilitationswissenschaftler, Düsseldorf)

Partizipation von Patienten - Aus der Perspektive des Verbraucherschutzes
(Susanne Mauersberg, Referentin Gesundheitspolitik, Verbraucherzentrale Bundesverband Berlin)

Partizipation von Patienten an der regionalen psychiatrischen Versorgung - Aus der Sicht der Psychiatrie
(Prof. Dr. med. Michaela Amering, Abteilung für Sozialpsychiatrie, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Universität Wien)

Partizipation von Patienten an der regionalen psychiatrischen Versorgung - Aus der Sicht des Managements
(Michael van Brederode, Leiter Qualitäts- und Innovationsmanagement Abt. Kliniken und HPH, Landschaftsverband Rheinland)

Forum A

Qualität und Ökonomie: Wann rentiert sich Partizipation?

Moderation: Prof. Dr. Michael Lingenfelder, Philipps-Universität Marburg; Dr. med. Iris Hauth, Chefärztin und Geschäftsführerin, St. Joseph-Krankenhaus, Berlin

Beiträge Forum A

Muss sich Partizipation überhaupt "rentieren"?
(Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Sozialethiker em., Ludwigshafen)

Verbesserung der Qualität regionaler psychiatrischer Versorgung durch Partizipation von Klienten
(Nils Greve, Vorsitzender des Psychosozialen Trägervereins e.V., Solingen (PTV))

Adäquate Partizipation - Organisatorische, personelle, infrastrukturelle Voraussetzungen
(Peter Brückner-Bozetti, 1. Vorsitzender Forum für Gesundheitswirtschaft, Bremen; Prof. Dr. Michael Lingenfelder, Philips-Universität Marburg)

Wollen Patienten überhaupt beteiligt werden und woran und in welchem Ausmaß?
(Johannes Georg Bischoff, Bundesverband der Psychiatrie-Erfahrenen, Kirrweiler)

Forum C

Realisierung von Partizipation in der regionalen psychiatrischen Versorgung - rechtliche Rahmenbedingungen

Moderation: Enriqueta Fobbe, ver.di-Bundesverwaltung, Berlin; Priv. Doz. Dr. med. Martin Heinze, Chefarzt Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Immanuel Klink Rüdersdorf

Beiträge Forum C

Realisierung von Partizipation in der regionalen psychiatrischen Versorgung - Rechtliche Rahmenbedingungen
(Prof. Dr. Peter Mrozynski, Rechtsanwalt für Sozialrecht, München)

Diskutanten:
Ulrich Krüger, Geschäftsführer, Aktion Psychisch Kranke, Bonn
Daniel Siebold, Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Potsdam
Christian Reumschüssel-Wienert, Referent für Psychiatrie und queere Lebensweisen, DPWV Landesverband Berlin

Keine Beiträge vorhanden

 

Forum B

Wie verändert Partizipation von Patienten die Arbeit in der regionalen psychiatrischen Versorgung?

Moderation: Paul Bomke, Geschäftsführer, Pfalzklinikum; Herbert Weisbrod-Frey, Bereichsleiter Gesundheitspolitik, ver.di-Bundesverwaltung, Berlin

Beiträge Forum B

Aus Sicht der Patienten/Nutzer
(Ursula Maria Müller, Leiterin Selbsthilfe Depression, Kaiserslautern)

Aus Sicht der Arbeitnehmer
(Gerhard Walsken, Betriebsrat; Psychosozialer Trägerverein Solingen e.V.)

Aus Sicht des Mangements
(Dieter Lang, Diakonissen Speyer-Mannheim, Geschäftsführer Bethesda Landau, Vorstandsmitglied Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V., Berlin)

Forum D

Entgeltsystem
- Spannungsfeld Ökonomie/Psychiatrie

Moderation: Niko Stumpfögger, ver.di-Bundesverwaltung, Berlin; Dr. Dieter Grupp, Geschäftsführer ZfP Südwürttemberg, Ravensburg

Beiträge Forum D

Die aktuelle Entwicklung des Entgeltsystems
(Matthias Larbig, Berater, MCK Management Consult Kestermann GmbH, Hamburg)

Psychiatrie und Ökonomie - Der Wandel des Vergütungssystems aus der Krankenhausperspektive
(Dr. med. Jürgen Lütticke, Medizincontrolling, Vivantes GmbH, Berlin)

Die Wirkung von Ökonomie und Entgeltsystem auf die psychiatrische Versorgung - Internationale Erfahrungen
(Prof. Dr. Reinhold Kilian, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Universität Ulm)

Psychiatrische Versorgung und wirtschaftliche Effizienz
(Holger Höhmann, Vorstandsvorsitzender, LVR-Klinik Langenfeld)

beitraege
Beiträge 2. Tag: 22. Februar 2013

Workshop I

Partizipation von Patienten - Gemeinsam aus der Praxis lernen

Moderation: Klaus Laupichler, Peer-to-Peer Beratung Klinikum Heidenheim; Jürgen Bombosch, Mitglied des Vorstands der Rheinischen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie, Düsseldorf; Hilde Schädle-Deininger, Leiterin der Fachweiterbildung Psychiatrische Pflege, Fachhochschule Frankfurt a. M.

Beiträge Workshop I

Partizipation im Arbeitsleben
EX-IN-Ausbildung (Jörg Utschakowski, Bremen); EX-IN-AbsolventInnen als MitarbeiterInnen (Angelika Lacroix, Bremerhaven); Genesungsbegleiterin: Erfahrungen im täglichen Miteinander (Birgit Kowski, Bremerhaven)

Partizipation in Gremienarbeit
(Angelika Wöller, Vorsitzende der Selbsthilfegruppe der Angehörigen, Solingen; Martin Vedder, Leiter der ambulanten Dienste und Vorstandsmitglied, Psychosozialer Trägerverein Solingen e.V.)

Partizipation bei Beschwerden und Konflikten
(Joachim Schittenhelm, Rosemarie Dribbisch, Unabhängige Beschwerdestelle Stuttgart)

Partizipation im Forschungsbereich
(Matthias Behrendt, Olaf Hübner, Sigismund Oheim, Psychiatrie-Erfahrene, Schleswig-Holstein)

Kein digitaler Beitrag

 

Workshop III

Der Weg zu einem Modellprojekt nach dem neuen Entgeltgesetz § 64 b SGB V

Moderation: Priv. Doz. Dr. med. Martin Heinze, Chefarzt Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Immanuel Klinik Rüdersdorf

Beiträge Workshop III

Praktische Umsetzung in Itzehoe
(Prof. Dr. Arno Deister, Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin, Klinikum Itzehoe)

Praktische Umsetzung in Nordhausen
(Dr. Bettina Wilms, Chefärztin Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Südharz-Krankenhaus)

Ein Beispiel aus Berlin
(Angelika Erz, Budgetmanagement Vivantes GmbH, Berlin; Dr. med. Ingrid Munk, Vivantes Klinikum Neukölln)

Worauf zu achten ist
(Dr. med. Christian Kieser,Ärtzlicher Leiter, Zentrum für Psychiatrie Potsdam)

Workshop II

Arbeitnehmerforum

Moderation: Enriqueta Fobbe, ver.di-Bundesverwaltung; Herbert Weisbrod-Frey, ver.di-Bundesverwaltung

Beiträge Workshop II

Welche Partizipation brauche Beschäftigte, damit Partizipation von PatientInnen möglich wird?
(Ellen Paschke, ver.di-Bundesvorstand, Berlin)

Kein digitaler Vortrag

Welche Rahmenbedingungen brauchen Beschäftigte - Was ist erreicht?
(Silke Hansen, Personalrätin, ZfP, Wiesloch)

Mitbestimmung im Gemeindepsychiatrischen Verbund
(Martin Schlimmer-Bär, Personalrat, Pfalzklinikum, Klingenmünster)

Arbeitsorientierte Arbeitszeitgestaltung
(Dr. phil. Michael Kramer, LWL Klinik, Herten)

Berliner Manifest 2013