Rückblick 2011

Fachtagung

Management – regionaler – psychiatrischer Versorgung ... ein Weg aus der Segmentierung?

17. und 18. Februar 2011

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Logo Psychiatrietagung 2011

Schwerpunkt der Fachtagung 2011 war die Diskussion darüber, wie durch gestaltendes Management regionaler psychiatrischer Versorgung die Qualität und die Perspektiven psychiatrischer Versorgung angesichts zunehmender Ökonomisierung beeinflusst werden kann. Dabei ging es uns vor allem darum, eine Vision und Strategie für die psychiatrische Versorgung im Jahr 2020 in interaktiven Arbeitsformen zu diskutieren.

Ein aktueller Schwerpunkt der Tagung war der gesetzliche Auftrag des KHRG von 2009 zur Weiterentwicklung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Krankenhausbehandlung, u.a. über ein neues Entgeltsystem. Dabei wurden die Impulse des Kongresses aus dem Jahr 2010 aufgegriffen und der derzeitige Stand der Umsetzung des KHRG thematisiert.

Auch mit dieser dritten Tagung ist es wieder gelungen, die unterschiedlichen Akteure im Bereich Psychiatrie in einen Dialog zu bringen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis, aus Klinikleitungen und Pflege, Bertriebsräten und Verbänden haben die Gelegenheit genutzt, sich auszutauschen und ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Standpunkte zur Entwicklung der regionalen psychiatrischen Versorgung einzubringen. So wurde auch das Berliner Manifest erfolgreich weiterentwickelt.

Wir danken allen Beteiligten und den Teilnehmern für die erfolgreiche Tagung.

Mit freundlichen Grüßen der Initiatoren

Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg Simone Schweizer
Peter Brückner-Bozetti Hilde Schädle-Deininger
Paul Bomke Enriqueta Fobbe
Dr. med. Dieter Grupp Michael Krömker
Prof. Dr. med. Oliver Rentzsch
Tagungsbeiträge 2011
Beitraege
Beiträge 1. Tag: 17. Februar 2011
 

Tagungsleitung: Sabine Baldauf, Geschäftsführerin BAB Institut, Bremen; Peter Brückner-Bozetti, 1. Vorstand, Forum für Gesundheitswirtschaft e.V.

Begrüßung
Management – regionaler – psychiatrischer Versorgung ... ein Weg aus der Segmentierung?
(Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg, ärztlicher Direktor a.D., Klinikum Bremen-Ost)
Grußwort der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
(Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin)
Grußwort der Ärztekammer Berlin
(Dr. med. Günther Jonitz, Präsident, Ärztekammer Berlin)
Die Vision für das zukünftige regionale psychiatrisch-psychotherapeutische Hilfesystem
(Prof. Dr. med. Arno Deister, ärztlicher Direktor Klinikum Itzehoe)
Von der Vision zur Strategie in Non-Profit-Organisationen – Die Perspektive von Management und Wissenschaft
(Prof. Dr. Anke Rahmel, Fakultät Wirtschaftswissenschaften Studiengang Gesundheitsmanagement, Hochschule Aalen; Paul Bomke, Geschäftsführer, Pfalzklinikum, Klingenmünster)
Transparenz und Ethik in Unternehmen – Kooperation und Führung in sozialen Organisationen
(Dr. Gerd Köster, Geschäftsführer, alto Life-Consulting, Schwerpunkt Ethik und Werte, Bremen)
Management von sozialen Organisationen und Netzwerken – Erkenntnisse und Impulse aus einer interdisziplinären Theorieperspektive
(Dr. Volker Then, geschäftsführender Direktor, Centrum für soziale Investitionen und Innovationen, Heidelberg)
Management – regionaler – psychiatrischer Versorgung – Dienstleistung und/oder Katalysator?
(Peter Brückner-Bozetti, 1. Vorsitzender Forum für Gesundheitswirtschaft e.V., Bremen)

Praxiswerkstatt A

Finanzierungsstrukturen und Versorgungsrealität: Financing follows function – oder umgekehrt?

Moderation: Prof. Dr. med. Arno Deister, ärztlicher Direktor, Klinikum Itzehoe; Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg, ärztlicher Direktor a.D., Klinikum Bremen-Ost

Beiträge Praxiswerkstatt A
Die finanziellen Anreize müssen sich ändern – Argumente für ein sektorübergreifendes Vergütungsmodell
(Göran Lehmann, Fachreferent Krankenhausfinanzierung, Techniker Krankenkasse, Hamburg)
Ressourcensteuerung im GPV: Wer verursacht welche Kosten?
(Frank Eisele, Leiter Medizincontrolling, ZfP Südwürttemberg, Bad Schussenried)
Beitrag nicht verfügbar
Bei Rückfragen bitte an das ZfP wenden
Finanzierung orientiert am Versorgungsmodell – Wie können Erfahrungen mit einem Regionalbudget für die sektorübergreifende psychiatrisch-psychotherapeutische Krankenhausbehandlung genutzt werden?
(Prof. Dr. med. Arno Deister, ärztlicher Direktor, Klinikum Itzehoe)
Finanzielle Steuerung der integrierten Versorgung bei der Weiterentwicklung des regionalen psychiatrischen Hilfesystems
(Prof. Dr. med. Andreas Heinz, Klinikdirektor Charité CCM, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Berlin)

Praxiswerkstatt C

Personalmanagement
 

Moderation: Enriqueta Fobbe, Leiterin der Fachkommission Psychiatrie, ver.di Bundesverwaltung, Berlin;
Michael Krömker, Betriebratsvorsitzender, Ameos Klinikum, Osnabrück

Beiträge Praxiswerkstatt C
Von der Personalverwaltung zum Personalmanagement – Vom Personalmanagement zur Personalstrategie
(Prof. Dr. Laila Maija Hofmann, Internationales Personalmanagement, HWR, Berlin)
Auswirkungen der Einführung eines neuen Entgeltsystems auf die Arbeitsverhältnisse am Beispiel der DRGs – Worauf muss die Psychiatrie achten?
(Dr. Bernard Braun, Zentrum für Sozialpolitik, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung, Universität Bremen)
Herausforderungen für Betriebs- und Personalräte, wenn Personal gemanagt wird – Kann Personalentwicklung eine Lösung sein?
(Enriqueta Fobbe, Leiterin der Fachkommission Psychiatrie, ver.di Bundesverwaltung, Berlin; Michael Krömker, Betriebratsvorsitzender, Ameos Klinikum, Osnabrück)
Zukunftsfähige Arbeit am Pfalzklinikum Klingenmünster – ein Beispiel aus der Praxis – Entwicklung von alters- und bedarfsgerechten Lernformen und Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
(Birgit Fuchs, Einrichtungsleiterin Betreuen-Fördern-Wohnen, Pfalzklinikum, Klingenmünster; Stephanie Koelsch, Mitarbeiterin Gesundheitsmanagement, Pfalzklinikum, Klingenmünster)

Praxiswerkstatt B

Vernetzungsmanagement

Moderation: Dr. med. Dieter Grupp, Leitung des Geschäftsbereichs Zentrale Medizinische Funktion, ZfP Südwürttemberg, Bad Schussenried; Prof. Dr. Axel Olaf Kern, Hochschule Ravensburg-Weingarten

Beiträge Praxiswerkstatt B
Der GPV-Vertrag – Verbindliche Versorgungsverpflichtung statt lockerer Zusammenarbeit
(Manfred Lucha, Sprecher des GPV Bodenseekreis, Friedrichshafen)
Chancen und Risiken neuer Modelle sektorübergreifender integrierter Versorgung nach § 140 SGB V
(Prof. Dr. Ingmar Steinhart, Institut für Sozialpsychiatrie des Landes Mecklenburg-Vorpommern, An-Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald)
Steuerung des individuellen Behandlungs- und Versorgungsweges – Wie wird der Behandlungsbereich integriert?
(Ulrich Krüger, Geschäftsführer, Aktion Psychisch Kranke e.V., Bonn)
Sektorübergreifende Behandlungspfade
(Dr. med. Nora Volmer-Berthele, Projektleiterin Sektorübergreifende Behandlungspfade, ZfP Südwürttemberg, Bad Schussenried)
Qualitätsindikatoren im regionalen Netzwerk
(Dr. Markus Kösters, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universität Ulm)

Praxiswerkstatt D

Partizipation in der regionalen Versorgung und im Sozialraum

Moderation: Hilde Schädle-Deininger, Leiterin der Weiterbildungsstätte Fachpflege in der Psychiatrie, Lehrbeauftragte an der FH Frankfurt a.M.; Klaus Laupichler, Vorsitzender des Landesverbands Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg

Beiträge Praxiswerkstatt D
Gegen Ausgrenzung – Gastfreundschaft in der Gemeinde organisieren
(Dr. Doortje Kal, Leiterin, Nationaler Stützpunkt Kwartiermaken, Utrecht)
(Fritz Bremer, Päd. Leiter Brücke Neumünster gGmbH und Leiter PARANUS-Verlag, Neumünster)
Vom einzelnen Schulprojekt zur präventiven Strategie – am Beispiel Irre menschlich Hamburg e.V.
(Prof. Dr. Thomas Bock, Universitätsklinikum Eppendorf, Hamburg)
Unabhängige Beschwerdestellen und Peer-to-Peer Beratung
(Gudrun Uebele, Berufsbetreuerin, Köln; Klaus Laupichler, Vorsitzender des Landesverbands Psychiatrie-Erfahrener, Baden-Württemberg)
Vergessene Kinder – Eltern- und Kind-Projekte
(Willi Opp, Bereichsleiter Region Nord, Sozialpsychiatrischer Verein Kreis Groß-Gerau, Rüsselsheim)
Partizipation durch Beteiligung von Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen im Studium und der Aus-, Fort- und Weiterbildung
(Dr. Susanne Schoppmann, priv. Universität Witten-Herdecke gGmbH, Fakultät für Gesundheit (i.G.), Department Pflegewissenschaften)
(Klaus Laupichler, Vorsitzender des Landesverbands Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg)
(Hilde Schädle-Deininger, Leiterin der Weiterbildungsstätte Fachpflege in der Psychiatrie, Lehrbeauftragte an der FH Frankfurt a.M.)
beitraege
Beiträge 2. Tag: 18. Februar 2011

Forum A

Die Weiterentwicklung des psychiatrisch-psychotherapeutischen Hilfesystems und die Umsetzung des KHRG – Was funktioniert, was funktioniert nicht?

Moderation: Peter Brückner-Bozetti, 1. Vorstand, Forum für Gesundheitswirtschaft e.V.; Matthias Larbig, Berater, MCK, Hamburg

Beiträge Forum A
Die Entwicklung des Entgeltsystems aus der Sicht des InEK
(Dr. Michael Rabenschlag, Abteilungsleiter Ökonomie, InEK, Siegburg)
Beitrag nicht verfügbar
Bei Rückfragen bitte an das InEK wenden
Die Entwicklung des Entgeltsystems aus der Sicht der Krankenhäuser
(Thomas Brobeil, Geschäftsführer, Vinzenz von Paul Hospital gGmbH, Rottweil)
Anspruch und Wirklichkeit: Wie können IT und Controlling bei der Umsetzung von § 17d unterstützen?
(Dr. med. Frank Studenski MBA, Medizincontroller, Pfalzklinikum, Klingenmünster; René Berton, stellv. Geschäftsführer, Pfalzklinikum, Klingenmünster)
Es geht um mehr als die Umrechnung von Pfl egesätzen in Tagesentgelte: Der übergreifende Entwicklungsauftrag des KHRG und seine Umsetzung
(Prof. Dr. med. Karl H. Beine, Vorsitzender des Arbeitskreises der ChefärztInnen psychiatrischer Allgemeinkrankenhäuser (ACKPA))

Forum C

Das psychiatrische Hilfesystem der Zukunft – Transparenz durch regionale Qualitätssicherung und Evaluation

Moderation: Dr. med. Iris Hauth, Geschäftsführerin, Chefärztin, St. Joseph-Krankenhaus, Berlin; Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg, ärztlicher Direktor a.D., Klinikum Bremen-Ost

Beiträge Forum C
Qualitätswettbewerb im nutzerorientierten, kooperativen, Ressourcen sparenden, regionalen psychiatrischen Hilfesystem der Zukunft
(Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg, ärztlicher Direktor a.D., Klinikum-Bremen-Ost)
Die staatliche Verantwortung für die Gewährleistung der Pflichtversorgung und die Transparenz des Leistungsgeschehens
(Dr. Hermann Schulte-Sasse, Staatsrat, Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, Bremen)
Ohne das Urteil der Nutzer sind Qualitätsaussagen nichts wert
(Klaus Laupichler, Vorsitzender des Landesverbands Psychiatrie-Erfahrener, Baden-Württemberg)
Die Sicht der Angehörigen ist Orientierung gebend
(Gudrun Schliebener, Bundesverband der Angehörigen, Bonn)
Begleitende Evaluation durch Nutzerkontrolle, Besuchskommissionen, MDK und unabhängige externe Zertifizierung
(Roman Ernst, MDK, Hessen)

Forum B

Erfahrungen aus dem Ausland auf dem Weg zu neuen Angebots- und Versorgungsformen


Moderation: Sabine Baldauf, Geschäftsfühererin BAB Institut, Bremen; Paul Bomke, Geschäftsführer, Pfalzklinikum, Klingenmünster

Beiträge Forum B
Neue Wege zur Finanzierung von Angeboten der seelischen Gesundheit in der Metropolregion Süd-London – Erfahrungen der letzten zwölf Monate
(Stuart Bell, Chief Executive, Maudsley Hospital, London)
"Der menschliche Faktor" - Einsatz und Nutzen subjektiven Wissens zur Verbesserung der Angebote und Kapazitäten ohne Kostensteigerungen - eine Erfolgsgeschichte für die Weiterentwicklung der seelischen Gesundheit in Alberta, Kanada
(Willow Brocke, Patient Engagement Strategist, Southern Alberta, Patient Experience, Quality and Health Care Improvement, Alberta Health Services, Canada)
Strategische Neuorientierung im Gesundheitswesen in Alberta, Kanada – Welche Erfahrungen und Konsequenzen können für Europa übernommen werden?
(Dr. Michael Trew, Senior Med Director, Alberta Health Services, Canada)
Neue Wege zur Finanzierung von Angeboten der seelischen Gesundheit – eine Zwischenbilanz
(Dr. David Cawthorpe, University of Calgary, Canada)
Evidenz für die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Umsteuerung von vollstationärer zu lebensweltbezogener ambulanter Behandlung durch mobile Teams
(Prof. Dr. med. Michaela Amering, Department of Psychiatry and Psychotherapy, Medical University, Wien)

Forum D

Regionalbudget und Integrierte Versorgung – Beiträge zur Überwindung der Segmentierung psychiatrischer Hilfen?

Moderation: Nils Greve, Vorsitzender, Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland und Psychosozialer Trägerverein Solingen; Dr. Matthias Heißler, Chefarzt, Fachabteilung Psychiatrie, Johanniter-Krankenhaus Geesthacht

Beiträge Forum D
Das "Netzwerk psychische Gesundheit" der Techniker Krankenkasse
(Wolfgang Faulbaum-Decke, Geschäftsführer, Brücke Schleswig-Holstein GmbH, Kiel)
Intigrierte Versorgung durch das Universitäts-Krankenhaus Eppendorf
(Prof. Dr. Thomas Bock, Leiter, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie W37, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
Das IV-Modell der AOK Niedersachsen
(Marlis Richter, Geschäftsführerin, I3G GmbH, Neuss)
Regionales Gesamtbudget für die Krankenhausbehandlung - Das Modell Schleswig-Holstein
(Dr. Matthias Heißler, Chefarzt, Fachabteilung Psychiatrie, Johanniter-Krankenhaus Geesthacht)
Auf dem Weg zum integrierten regionalen Management? Vergleich der vorgestellten Modelle
(Dr. Dieter Grupp, Leitung des Geschäftsbereichs Zentrale Medizinische Funktion, ZfP Südwürttemberg, Bad Schussenried; Nils Greve, Vorsitzender, Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland und Psychosozialer Trägerverein Solingen)
Bildergalerie 2011
Interviews 2011

Interview mit Paul Bomke und Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg

Auf der „handwerklichen Ebene” mitmachen, um politisch Gehör zu finden
Das System darf gewisse Trends nicht behindern

Interview mit Paul Bomke, Geschäftsführer Pfalzklinikum und Prof. Dr. med. Peter Kruckenberg, Vorstandsmitglied der „Aktion psychisch Kranke e. V.″, Mitinitiatoren der Fachtagung „Management - regionaler - psychiatrischer Versorgung” am 17. und 18. Februar 2011 in Berlin

Bremen/Berlin, 18. Januar 2011 – Experten sehen in der Einrichtung regionaler psychiatrischer Hilfesysteme einen wichtigen Schritt zur Verbesserung in der Behandlung psychisch kranker Menschen. Wichtig ist für die Betroffenen nach ihrer Ansicht ein personenzentriertes und lebensweltbezogenes Konzept. Durch innovative Versorgungsmodelle, die sowohl stationäre als auch ambulante Behandlungsformen umfassen sollten, können zudem die Verweildauerzeiten gekürzt werden. Für eine Reform sind aber grundsätzliche Umstrukturierungsmaßnahmen im psychiatrischen Versorgungssystem erforderlich.

Beate Bornemeier vom Forum für Gesundheitswirtschaft sprach mit den Initiatoren der Fachtagung darüber, wie psychiatrische Angebote besser organisiert werden können.

Berliner Manifest 2011

Mit der Etablierung eines regionalen Hilfesystems, das sich an den Bedürfnissen des Patienten orientiert, soll das psychiatrische Versorgungssystem in Deutschland neu organisiert werden

Bremen/Berlin, 03. Februar 2011 – Das „Berliner Manifest 2011“ will einen entscheidenden Meilenstein in der psychiatrischen Versorgung setzen und das System erneut revolutionieren. Mit einem innovativen Konzept fordert das Manifest 2011 die Abkehr von einer psychiatrischen Betreuung, die sich an der Anbieterstruktur orientiert. Behandlung und Rehabilitation sollten bedarfsbezogen und vernetzt für alle Klienten innerhalb einer Region organisiert werden. Ziel ist es, ein sektorenübergreifendes psychiatrisches Hilfesystem zu schaffen, in dem neben der stationären Behandlung vor allem die ambulante Therapie und die Selbsthilfe der Betroffenen gestärkt werden sollen.